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Wein
Wein (lat. vinum) wird definiert als alkoholisches Getränk, das durch Gärung von Früchten oder Honig hergestellt wird.
Die Definition lässt aber nicht erahnen, wie weitläufig das Thema Wein wirklich ist. An keinem Produkt haften so viele Theorien, Meinungen und Vorurteile wie an Wein. Über keinem Produkt ranken mehr Geschichten als über Wein. Nichts bekommt annähernd den Respekt wie Wein. Ganze Kulturen «hängen» am Wein. Und kaum ein Produkt wurde so oft geschönt, gepanscht und gefälscht wie Wein.
Was ist so einmalig am Wein?
Genuss
Wein regt den Appetit an und begleitet Speisen besser als jedes andere Getränk. Nur der richtige Wein kann aus einem Gericht ein Festmahl zaubern. Wer wirklich guten Wein kennen gelernt hat, versteht jene Geniesser, die 30 CHF und mehr für eine Flasche ausgeben. Um guten Wein schätzen zu lernen, braucht es allerdings etwas Musse und auch eine gute Beratung.
Gesundheit
Viele Studien belegen die gesundheitsfördernde Wirkung von Wein. Allein das Kapitel der Polyphenole, von denen besonders Rotwein viel enthält, lässt aufhorchen. Die richtige Dosis Wein kann vor freien Radikalen schützen und die Zelloxidation bremsen. Das wirkt der Entwicklung von Krebszellen entgegen. Ausserdem lagert sich dank Wein weniger Fett in den Blutgefässen ab, was die Verkalkung hemmt. Viele andere nützliche Stoffe im Wein sind bekannt. Ein sehr empfehlenswertes Buch zu diesem Thema ist: «Täglich Wein» (Hallwag, ISBN 3-444-10472-3).
Kultur
Wein ist der Inbegriff von Gemütlichkeit. In Südeuropa gehört Wein zum täglichen Mahl, selbst Jugendliche geniessen ihn zum Essen. Dabei wird im Süden weniger Brimborium um die Weinqualität gemacht als im Norden. Ehrlich muss er sein, und aus der Region stammen. Nicht selten wird er aber direkt und ohne Hemmung aus dem Grossbehälter gezapft.
Das Trinkverhalten ist im Süden anders als im Norden. Wein begleitet jedes Essen und ausserhalb davon wird kaum Wein getrunken. Alkoholmissbrauch mit Wein ist im Mittelmeerraum selten.
Geschichte
Weinbau und Weinherstellung lassen sich bis ins 6. Jahrtausend vor Christus in Vorderasien zurückverfolgen. Die Griechen unterschieden weissen, schwarzen und bernsteinfarbenen Wein. Schon sie kannten tockenen, halbtrockenen und süssen Wein. Alter Wein galt auch damals als besser als junger. Man trank Wein grundsätzlich mit etwa der doppelten Menge Wasser verdünnt. Das ergab ein stärkendes Getränk mit moderaten 4% Alkohol.